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Veranstaltungen und Projekte

 

Das Martin Luther Forum Ruhr

Die Gründungsmitglieder des Martin Luther Forum Ruhr (v.l.): Karin Grimm, Detlef Mucks-Büker, Katharina Büker, Jochen Seeber, Dr. Martin Grimm, Marliese Seeber, Renate und Klaus-Dieter Salinga. Foto: Bugzel

Das Martin Luther Forum Ruhr (MLFR), gegründet 2007, versteht sich als unabhängiges, offenes und bürgernahes Kulturzentrum, das - unterstützt von Expertenwissen - das kulturelle Erbe der Reformation in der Region Ruhr und darüber hinaus lebendig und erlebbar machen will. Als offiziell gesetztes Projekt im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010. Das MLFR wird am 30. Oktober 2009 offiziell eröffnet.

Zum Ereignis Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 gehört die Vergewisserung der eigenen Geschichte als tragender Dimension. Das MLFR wird sich dieser Aufgabe unter reformatorischer Perspektive annehmen. Dabei steht im Mittelpunkt der Beitrag und die Wirkungsgeschichte reformatorischen Denkens und Handelns für das gemeinsame Leben der Menschen im Ruhrgebiet - in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Das MLFR hat es sich zum Ziel gesetzt "reformatorisches denken und Handeln an der Person Martin Luthers exemplarisch für die heutige Zeit und die Region Ruhr wachzuhalten, die Wirkungsgeschichte protestantischen Denkens und Handelns in der Region Ruhr und den Beitrag evangelischer Menschen für das Leben und die Kultur in der Region zu würdigen und diesem Anliegen in den Räumen der nicht mehr genutzten Markuskirche in Gladbeck-Ost eine Heimstadt zu geben."

Über die Aktivitäten zu RUHR.2010 hinaus ist es angestrebt, das MLFR zu einem Ort der Selbstvergewisserung und des Dialigs über die kulturelle Verwurzelung für unterschiedliche Zielgruppen auszubauen. Es ist Ziel des MLFR, reformatorisches religiös-kulturelles Denken und Handeln zu reflektieren, um im Gedenkjahr 2017 "500 Jahre Reformation" für Kirche und Gesellschaft in besonderer Weise einen Beitrag leisten zu können.

Das MLFR wird vom Engagement Ehrenamtlicher in Verbindung mit fachlicher Kompetenz und Expertise aus Kirche und Wissenschaft. Es wird unterstützt von der Internationalen Martin Luther Stiftung in Wittenberg und steht unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Landtages NRW, Regina van Dinther. Finanziert wird das MLFR durch Spenden, Sponsorengelder und Fördermittel der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

 

Plattform für den Dialog

Am 20. Oktober 2008 wurde der symbolische Grundstein für das Martin Luther Forum Ruhr gelegt. Foto: Bugzel

Über Themen der Reformation, der deutschen Geschichte, der deutschen Sprachentwicklung, der Ökumene, des religiösen Dialogs und der Religionsfreiheit, der politischen und Wirtschaftsethik als auch der Pädagogik und Spiritualität sowie der Kirchenarchitektur und Kirchenmusik hinaus ist des das Ziel des Martin Luther Forum Ruhr (MLFR), möglichst vielen Aspekten des Themenfeldes der Reformation und ihrer nicht nur regionalen Wirkungsgeschichte gerecht zu werden.

Im Rahmen des MLFR sind dazu Veranstaltungen unterschiedlicher Ausprägung geplant. Neben Symposien, Talk-Runden, Vorträgen und Werkstatt-Angeboten sowie Seminaren sind auch Konzerte und künstlerische Darbietungen angedacht und möglich. Die geplante Dauerausstellung "Reformation und Ruhrgebiet" wie auch wechselnde thematische Ausstellungen sollen das Angebot komplettieren.

Für die Gemütlichkeit sorgt ein Forum-Café, in einem Forum-Shop können Besucher auf ein attraktives Verkaufsangebot sowie Informationen zurückgreifen.

 

Die Markuskirche

Seit dem 1. August 2008 ist die Markuskirche in Gladbeck-Ost Sitz des Martin Luther Forum Ruhr. Foto: privat

Gladbeck - Nach nur kanpp zwölf Monaten seit seiner Gründung ist die Markuskirche in Gladbeck-Ost Sitz des Martin Luther Forum Ruhr (MLFR). Das Gotteshaus war zu Pfingsten 2008 geschlossen worden. Zur Prüfung einer sinnvollen Folgenutzung wurde bereits 2007 von der Stadt Gladbeck und der Ev. Kirchengemeinde eine durch das Land NRW geförderte Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben. Sie Studie hielt die Realisierung des MLFR für eine sinnvolle, kirchennahe Folgenutzung.

Der ehemalige Kirchsaal des Gotteshauses wird vom MLFR als Großer Saal für größere kulturelle und bildende Veranstaltungen genutzt, der ehemalige Gemeindesaal steht als Mehrzweckraum zur Verfügung. Im Seitentrakt, in dem sich Küsterwohnung und weitere Gemeinderäume befanden, wird auf über 200 Quadratmetern eine ständige Ausstellung zum Thema "Reformation und Ruhrgbiet" eingerichtet.

Die Markuskirche wurde nach den Plänen der Architekten A.E. Wittig aus Marl und Fred Janowski aus Gelsenkirchen gebaut. Sie stammt aus den 60er Jahren und repräsentiert mit ihrer modernen Form die Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie wurde im Mai 1968 eingeweiht.

Mit ihrer markanten Zeltform und dem seitlich stehenden Turm setzt sie einen wichtigen städtebaulichen Akzent. In einer klaren Geometrie bezieht sich die Markuskirche mit dem Dreieck als Grundform in vielfältigen Variationen auf die Trinitatislehre des Christentums. Aufgrund ihrer zeltförmigen Bauform mit ihrer klaren Geometrie eignet sich das Gebäude in besonderem Maße für eine Nutzung als Forum.