URL: http://kirchenkreis.org.zeitec.de/content/e1296/e1301/e1720/index_ger.html
Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Jimbo la Mashariki in Tansania.
Die Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Jimbo la Mashariki in Tansania existiert seit 1990. Mashariki ist Teil der Nordwestdiözese der lutherischen Kirche in Tansania und liegt am westlichen Ufer des Viktoriasees. Die Stadt Bukoba ist der Sitz des Bischofs und der Kirchenkreis liegt um diese Stadt herum. Der Kirchenkreis Mashariki besteht aus 7 Gemeinden und jede Gemeinde ist noch einmal in 3 bis 5 Bezirke untergliedert. Die meisten Bezirke haben auch ihre eigene Kirche. Pro Gemeinde gibt es ein bis zwei Pfarrer und mehrere Evangelisten. Jede congregation stellt zwei Älteste (church eldest) eine Frau und einen Mann für den Kirchenvorstand der Gemeinde. Sehr unterschiedlich ist die jeweilige Situation der Gemeinden und Bezirke. Es gibt reichere (die sich z. B. einen zweiten Pfarrer leisten können) und sehr arme Gemeinden. In einigen Bezirken ist der Gottesdienst-Besuch rückläufig, in anderen wird eine neue größere Kirche gebaut oder überlegt, die bestehende auszubauen. Superintendent ist zur Zeit Rev. Dishon Lugumira.
Tansania gehört zu den ärmsten Länder der Erde, und diese Tatsache spürt man auf Schritt und Tritt. Die Menschen in den Dörfern der Gemeinden müssen von dem leben, was das Stück Land ihnen zu bieten hat: Kochbananen, Mais, Bohnen, Kartoffeln, Kohl oder auch Ananas. Kaffee und Vanille wird angebaut, um auf dem Markt in der Stadt Bukoba wenigstens etwas Geld zu verdienen. Bezahlte Arbeit gibt es sonst nur über den Staat (in den Schulen) oder über die Kirche, in kleinen Grenzen auch im Fischereisektor.
HIV-AIDS ist natürlich auch in diesem Teil Afrikas ein Problem. Die Diözese kümmert sich in einem Projekt um Waisenkinder, die ein oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren haben. HUYAWA (Huduma ya Watoto = Hilfe für Kinder) betreut in allen Kirchenkreisen der Diözese ca. 35.000 Kinder. Man geht aber von mehr als 100.000 Kinder aus, die aufgrund von AIDS Eltern verloren haben. Bei dem Programm wird den Kindern vor Ort in ihren Dörfern und in den Gemeinden geholfen:
- Für Verpflegung, Unterbringung und Kleidung wird gesorgt,
- die medizinische Versorgung wird sicher gestellt,
- die Voraussetzungen für den regelmäßigen Schulbesuch werden geschaffen, indem Schuluniformen gestellt und Schulgebühren bezahlt werden (für die weiterführenden Schulen),
- oft wird ein Grundstück und Saatgut zur Verfügung gestellt, sowie beim Bau eines kleinen Hauses geholfen (meistens sind es Familien mit mehreren Geschwistern),
- rechtliche Beratung wird angeboten und durchgeführt.
HUYAWA hat für jeden Kirchenkreis eine/n MitarbeiterIn. Diese Sozialarbeiter kümmern sich intensiv um die Kinder zusammen mit der jeweiligen Gemeinde. Hier wird die große Verantwortung der Gemeinden für Kinder und ihre Zukunft sichtbar und greifbar. Es wird auch versucht, ein Netzwerk der betroffenen Familien aufzubauen, um gegenseitige Hilfe zu ermöglichen.
Ökumene-Ausschuss
Der Ausschuss für Ökumene, Mission und kirchliche Weltverantwortung beschäftigt sich mit ökumenischen Themen. Der Ausschuss ist vom Kreissynodalvorstand eingesetzt. Die Mitglieder kommen aus Gemeinden, in denen kleine ökumenische Aktivitäten stattfinden.
Vorsitzender ist Pfr. Klaus Göke aus Bottrop. Tel: 02041/26 20 17.
© 2010