Print this Document   Sitemap   Seite empfehlen   Kontakt-Mail  

Industrie- und Sozialarbeit

 

Zum Selbstverständnis der Industrie- und Sozialarbeit in unserem Kirchenkreis

Das Evangelium Jesu Christi ist die befreiende Botschaft. Sie gilt allen Menschen. Der Mensch ist ein Bild Gottes und so mit einer einmaligen unveräußerlichen Würde ausgezeichnet.

Viele in unserem Land fühlen sich verunsichert, existenziell bedroht und in ihrer Würde schwer verletzt. Langzeitarbeitslosigkeit ist ein körperlicher und seelischer Gewaltakt, er bedeutet Ausschluss, Ausgrenzung und Armut. Quasi spiegelbildlich entwickelt sich dazu ein unermesslicher Reichtum. Beides - zunehmende Armut und aggressiver Reichtum bedrohen den Zusammenhalt der Gesellschaft, zerstören den inneren Frieden.

Das Industrie- und Sozialpfarramt ist Teil des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unser Arbeitsfeld ist die Soziale Frage. Im 21. Jahrhunder ist damit die fortschreitende Erosion der Erwerbsarbeit gemeint: "Arbeit wird billig wie Dreck". Millionen Menschen spüren es hautnah, quasi am eigenen Leibe.

Deshalb suchen wir Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben, den Büros und Verwaltungen, zu den Betriebs- und Personalräten, den Geschäftsführungen und Unternehmensleitungen. Wir wollen mit unseren Sinnen erfahren, was die Menschen erleben, wie sie ihren Alltag gestalten.

Wir betrachten ökonomische Vorgänge und auch die Globalisierung nicht als Naturereignisse. Gerade deshalb müssen wir neu lernen, Wirtschaft von unten zu sehen, mit dem Blick, den Bedürfnissen und Interessen lebendiger Menschen. Das ist der Weg, den das Evangelium uns weist. Und dabei wollen wir Menschen mitnehmen, begeistern, ermutigen; wir wollen mit vielen anderen gemeinsam nach menschenwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen suchen und wir wollen sie auch gestalten.


Fotos: www.fotolia.de  © Ulrich Willmünder, © Gina Sanders